Richtig Verpacken für die Umwelt

Das rasante Wachstum im Online-Handel hat Nebenwirkungen: Berge von Verpackungsmaterial. Um unnötigen Abfall zu vermeiden, sind clevere Lösungen gefragt, von denen Versender und Umwelt gleichermaßen profitieren können. Auch die Empfänger fordern immer häufiger einen nachhaltigeren Paketversand – mit weniger Müll und umweltfreundlichen Materialien.

Die Ansprüche an moderne Verpackungslösungen steigen: Günstig und sicher müssen sie sein – und heutzutage natürlich auch nachhaltig. Viele Versender optimieren bereits ihre Verpackungen, achten auf Umweltverträglichkeit und Effizienz. Zunehmend nutzen sie das Paketvolumen möglichst gut aus und meiden übergroße Kartons. Noch stellt sich beim Öffnen eines Paketes jedoch häufig heraus, dass der Inhalt zu 50 Prozent aus Luft und zu 30 Prozent aus Füllmaterial besteht. Die bestellte Ware geht in Plastik und Kartonage unter. Auch deshalb hat Europa mit etwa 176 Kilogramm Verpackungsabfällen pro Kopf und Jahr[1] einen unerfreulichen Rekordwert erreicht.

 

Sicherheit und Effizienz abwägen

 

Selbst durch die besten Prozesse lassen sich Leervolumen niemals vollständig vermeiden. Gesicherte oder gefüllte Zwischenräume sind für den Transportschutz, etwa beim Versand mehrerer unterschiedlicher Waren, unerlässlich – auch weil durch ungenügend gesicherte Pakete vermeidbare Retourensendungen entstehen.

 

Trotzdem können Versender einiges tun, um noch mehr Verpackungsmaterial zu sparen: Heute stehen Daten über Form und Größe der Waren dank digitaler Tools bereits früh im Versandprozess bereit. Das erleichtert die Auswahl der passenden Verpackung. Intelligente Lagerhaltungssysteme und flexible Kartongrößen helfen, den Arbeitsaufwand pro Artikel gering zu halten.

 

Von allen diesen Lösungen profitieren die Versender ganz direkt, weil sie Kartonagen, Plastik und Füllmaterial einsparen – so entstehen weniger Kosten, weniger Abfälle und der Ressourcenverbrauch sinkt. Zudem passen mehr Pakete in die Zustellfahrzeuge und der Transport wird wirtschaftlicher und umweltschonender. Kleinere Verpackungsgrößen helfen außerdem bei der Umsetzung innovativer City-Logistik-Konzepte, wie etwa der Belieferung aus Mikro-Depots durch Lastenräder.

 


[1] Quelle: Eurostat

Kartons aus Wellpappe sind für viele Waren gut geeignet. Durch ihre Wellenkonstruktion aus Luft und Papier bilden sie ein Polster, das vor kleinen Stößen und Beschädigungen schützt. Darüber hinaus sind sie leicht, stabil und in rechteckiger Form gut stapelbar. Weitere Pluspunkte: Pappe lässt sich aus Altpapier herstellen und bei richtiger Entsorgung wiederverwerten. Die Recyclingquote von Altpapier lag in den EU28-Staaten 2019 bei 72 Prozent.[1] Bis 2025 sollen es laut EU-Direktive 75 Prozent sein.

 


[1]https://de.statista.com/statistik/daten/studie/168479/umfrage/recyclingquote-von-altpapier-in-europa-seit-1991/

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