Automatisierte Zustellung

Roboter und automatisierte Lösungen übernehmen immer mehr Arbeitsschritte. Schon heute ermöglicht die Automatisierung eine effizientere Logistik – aber auch bis zum Kunden?

Allein im Jahr 2017 haben 69.000 Logistikroboter ihre Arbeit aufgenommen:
Drohnen scannen Bestände für die Inventur, autonome Hubwagen bewegen Lasten über Werksgelände, Roboter verladen Ware auf Europaletten. Andernorts ist die Automatisierung noch fern. So ist das Greifen von Artikeln unterschiedlicher Größe und Textur noch immer ein Problem. Dazu ist ein Roboter-Einsatz schwierig, wenn der Einsatzrahmen über normierte Packstücke und das abgegrenzte Werksgelände hinausgeht: Den öffentlichen Raum müssten sich die Maschinen mit anderen Verkehrsteilnehmern teilen. Hier fehlt für viele Einsatz-Szenarien der gesetzliche Rahmen.

 

Roboter gegen Fachkräftemangel

 

Roboter sind flexibel und dabei schneller als jeder Mensch, bei stets gleichbleibender Leistung. Damit sind die autonomen Systeme nicht nur effizienter, sondern meist auch erheblich günstiger: Expertenschätzungen zufolge dürften die Abwicklungskosten in der Logistik durch den Einsatz von Robotern um bis zu 40 Prozent sinken.  Letztlich könnte die Automatisierung sogar ein Schlüssel zur Bewältigung des Fachkräftemangels sein.

 

Welches Modell hat Zukunft?

 

Gleichförmige Arbeitsschritte werden künftig weiter automatisiert, intelligente Technik wird verstärkt eingesetzt. Im öffentlichen Raum aber lässt sich ein reibungsloser Ablauf autonomer Roboter nicht ohne hohe Investitionen in Infrastruktur, künstliche Intelligenz und Aufklärung der Bevölkerung realisieren. Die menschliche Komponente in der Paketzustellung ist vielen Kunden wichtig und wirkt sich auf ihre Zufriedenheit aus. Somit ist eine vollständige Automatisierung in der Zustellung weder in Reichweite, noch ist sie das Ziel. Menschliche Arbeit und unterstützende Technik zu kombinieren, bleibt der Königsweg.

 

Soziale Wagen

Fahrerlose Transportsysteme, wie die Konzeptreihe von BLG-Logistics, navigieren mithilfe einer einprogrammierten Umgebungskarte selbstständig durch die Lagerhallen. Das System erkennt menschliche Kollegen bereits zuverlässig und kommuniziert per WLAN mit anderen Robotern im Warehouse.

 

Ohne den Zustellfahrer geht es nicht.
Ohne den Zustellfahrer geht es nicht.

Begleitroboter

Mehrere Unternehmen testen derzeit selbstfahrende Helfer in der Auslieferung. Die Roboter, die aussehen wie Schränke auf Rollen, können dutzende Pakete tragen und folgen dem Zustellfahrer auf Schritt und Tritt.

 

Zum Seitenanfang